Heppennheimer in Griechenland unterwegs

Brauchtumspflege und die Liebe zur heimischen Mundart zeichnet sie aus, die Mitglieder des Heppenheimer Vereins zur Erhaltung des heimatlichen Liedguts, was sie übers Jahr bei den verschiedensten Anlässen in „Häpprum un drumrum“ unter Beweis stellen. Nun aber erkundeten sie bei einer elftägigen Fahrt nach Griechenland die Ursprünge der griechischen Mythologie und die Wiege der Demokratie.

Nach dreistündigem Flug kam die 33-köpfige Reisegruppe um Franz Rothermel und Rudolf Schmitt am Flughafen in Athen an. Die erste Erkundungstour führte nach Alt-Korinth, wo einst der heilige Paulus lebte und predigte. Hier gehören die sieben Säulen des Apollotempels zu den bedeutendsten Denkmälern der vorrömischen Zeit.

Eine Schifffahrt vorbei an unzähligen kleinen Inseln im Saronischen Golf begeisterten alle. Bei der anschließenden Fahrt durch den 6,5 Kilometer langen Korinth-Kanal, der den Peloponnes vom Festland trennt, erfuhren die Reiseteilnehmer, dass die ersten Pläne für den Kanal wohl schon 3000 Jahre alt sind – doch erst 1893 wurde der Kanal fertiggestellt.

Eine Tour durch den östlichen Peloponnes führte die Reiseschar nach Mykene, Nafplio und zu dem gut erhaltenen Theater von Epidauros. Die bedeutendste antike Kultstätte für den Heilgott Asklepios und dessen Vater Apollon in Griechenland bietet 15 000 Zuschauern Platz, wobei auch ohne moderne Tontechnik auf allen Plätzen eine sehr gute Akustik gegeben ist. Mit einem „Ourewäller Lied“ wurde dies von den Brauchtumssängern getestet und bestätigt.

Auf der Akropolis befand sich die Reiseschar inmitten Tausender Touristen, ehe wieder die Heimreise anstand. Von den Göttern der Antike gut behütet, dauerte diese nicht wie bei Odysseus zehn Jahre.

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