Metro trotzt der Russland-Schwäche

Der Düsseldorfer Handelsriese Metro hat im wichtigen Weihnachstquartal Gas gegeben. Wie stets bei Metro bietet das Zahlenwerk aber auch wieder Raum für Diskussionen.

Dies lag zum einen daran, dass Metro in seinem ersten Geschäftsquartal keine Umbaukosten für die Supermarkttochter Real ausweisen musste, die im Vorjahr auf der Bilanz gelastet hatten. Andererseits steckte im russischen Riesenreich, das innnerhalb der Wholesale-Sparte geführt wird, Sand im Getriebe. Flächenbereinigt und in Lokalwährung sank der Umsatz dort um 9,1 Prozent. Das berichtete Umsatzminus fiel um 10,1 Prozent auf 910 Millionen Euro.

Auf Konzernebene aber konnte Metro diese Entwicklung wegstecken. Das operative Ergebnis (Ebitda) ohne Einflüsse aus Immobiliengeschäften stieg zwischen Oktober und Januar trotzdem um 7,6 Prozent auf 608 Millionen Euro (nach 565 Millionen Euro im Vorjahr). Die Erlöse legten leicht um 0,2 Prozent auf 10,11 Milliarden Euro zu, worüber Metro allerdings schon informiert hatte.

Auf der Nettoseite machte sich besonders eine niedrigere Steuerquote positiv bemerkbar, so dass unter dem Strich mit 232 Millionen Euro deutlich mehr in den Büchern hängen blieb als im Vorjahr. Seinerzeit warten nur 124 Millionen Euro erwirtschaftet worden. Wie stets bei Metro spielten Wechselkurse eine Rolle. Negative Entwicklungen aus der Türkei und China sowie eine geringere Anzahl an Verkaufstagen wirkten sich hier dämpfend aus.

Ausblick bestätigt

Konzernchef Olaf Koch war mit dem Erreichten zufrieden und bestätigte den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr. „Insgesamt haben wir unsere Ergebnisziele im 1. Quartal erreicht und halten unverändert an unserer Prognose für das Geschäftsjahr 2017/18 fest.“

Der operative Gewinn (Ebitda) soll danach weiter ohne Beiträge aus Immobilientransaktionen um etwa zehn Prozent über den 1,44 Milliarden Euro aus dem vergangenen Geschäftsjahr liegen. Der flächenbereinigte Umsatz soll leicht gegenüber dem Plus von 0,5 Prozent aus dem Vorjahr steigen.

Im Sommer hatte sich die alte Metro in einen Lebensmittelhändler (der weiter den alten Namen trägt) und in den Elektronikhandel mit den Töchtern Saturn und Media Markt aufgespalten. Dieser Bereich firmiert nun unter dem Namen Ceconomy, dessen Aktie ebenfalls im MDax enthalten ist.

Metro-Aktie ohne Trend

Seit Juli hat sich die neue Metro-Aktie in einer Bandbreite zwischen 15,56 und 18,45 Euro bewegt und dabei keinen klaren Trend ausgebildet. Nach dem Tief im November geht es allerdings moderat bergauf mit dem Papier. Zur Eröffnung bewegt sich das Papier kaum.

Rm – boerse.ard

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